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Êdî Bese – Es reicht, Das kurdische Volk ist auf den Strassen

Geschrieben am Dienstag, 13. November 2007

Tausende von Kurden sind in Deutschland, Frankreich, Schweiz, Österreich, Italien, Schweden und Norgwegen auf die Strassen, um von der EU, ihren Mitglieder und internationalen Institutionen die Lösung des Problems der kurdischen Bevölkerung zu fordern.

Pforzheim – Deutschland
Im Rahmen der Kampagne “Êdî Bese” (es reicht) haben sich in Pforzheim fast 1.000 Menschen an einer Demonstration beteiligt. Die Organisation wurde seitens des Vereins „Familienvereinigung Kurdistan“ durchgeführt. Mit Wind und Regen haben die Demonstranten ihren Slogan „Wir haben keine Geduld mehr, entweder Freiheit oder Aufstand“, „TC ziehe deine Hand von Kurdistan zurück“, „Terrorist Türkei“ verhören lassen. Weiter war Thema vieler Demonstrationen in den europäischen Städten, die Freilassung von Abdullah Öcalan, aus Solidarität waren Aufschriften wie „Ich bin Apo – Apo bin ich“.

Mehmet Atılgan, Präsident des Vereins „Familienvereinigung Kurdistan“ hat die Demonstration wie folgt begründet: „Es reicht, dass die türkische Regierung in Kurdistan seit Jahren diesen dreckigen Krieg führt. Es reicht, dass der Führer Apo isoliert und unter Druck gesetzt wird, es reicht, dass unsere Heimat weiter besetzt ist und wir sagen es reicht, weil wir als Nation nicht anerkannt werden.“ Weiter führte Atılgan an, dass sie als Nation, egal wo auf der Welt sie auch sein werden, sie sich gegen diese nicht anerkennende und verleumdende stellen werden. Atılgan teilte auch mit, dass die Polizei kurdische Demonstranten aufgehalten habe, die sich ausserhalb Pforzheim wohnend beteiligen wollten.

Auch in Saarbrücken hat eine Demonstration im Rahmen der Kampagne statt gefunden.

Zürich / St. Gallen - Schweiz

Die Êdî Bese-Demonstration, die in der Schweiz Zürich statt gefunden hat hingegen wurde durch verschiedene Vereine unterstützt und zeigte auch eine grosse Beteiligungszahl. Mehr als 5.000 Tausend Menschen waren an der Demonstration, die durch das demokratische Migrationsforum der Schweiz (IDGF), Förderation der kurdischen Vereine in der Schweiz (FEKAR), Förderation der Arbeiter und Migranten Schweiz (IGIF), Förderation der demokratischen Völker Schweiz (YDHG), Plattform der sozialistischen Suche, Volkshaus Zürich und Repräsentanten der Zeitung Alınteri unterstützt, wurde beteiligt.

Der Slogan der Demonstranten in Zürich war: „Wir alle sind Kurden, wir alle sind Brüder“. Die Demonstranten zeigten sich als Einheit gegen die rassistischen Äusserungen und Tätigkeiten.
Auch in der Schweiz wurde die Freiheit für Abdullah Öcalan gefordert und diesbezüglich Slogans gerufen. Neben „Es lebe Kurdistan“ und „es lebe die Brüderschaft der Völker“ war auch der Slogan „Terrorist Türkei“ zu hören.
Weiter wurden Êdî Bese-Schilder getragen.

Cemal Kavak, Gremiumsvorsitzender des Schweizer Volkskongresses hat in seiner Rede nach der Demonstration folgendes gesagt: „
“Die faschistische Regierung der Türkei vermehrt die Angriffe gegen Gelehrte und gegen Revolutionäre. Die Identitätskonflikte, die seitens der AKP in Zusammenhang mit dem Militär entfacht worden sind, sind mit den Verlusten des türkischen Militärs in Nord-Kurdistan eingedämmt worden; sie wollen die nationale kurdische Bewegung vernichten, um das zu erreichen, rufen sie aus einem Munde zum Krieg auf und verherrlichen diesen. Lasst uns zu einer Einheit werden, um gegen die Angriffe in und ausserhalb der Grenzen des faschistischen türkischen Regimes einzustehen. Lasst uns zu einer Stimme, einem Herz und einem Körper werden und gegen den Rassismus stehen.“

Die Leitung der IDGF hat in ihrer Rede darauf hingewiesen, dass es ein Muss für die Menschlichkeit und die Geschichte ist, gegen die die dreckigen Spiele der Türkei ein zu stehen und nein zu den Vorschlägen des Militärs und gegen ihre Angriffe zu sagen. Weiter erklärten sie, dass gegen die Angriffe und Operationen eine geschlossene Einheit gebildet wird, die demokratisch handelt. Diese Einheit werde überall ihre Netze stricken und somit der Weltöffentlichkeit berichten.

Auch in der Schweizer Stadt St. Gallen ist im Namen der Êdî Bese Kampagne eine Demonstration organisiert worden.

Rennes / Strassbourg / Vilebel / Montpellier - Frankreich

In Rennes haben die Demonstranten gegen den Kriegskonzept der türkischen Regierung gegen das kurdische Volk demonstriert und darauf hingewiesen, dass die HPG durch die Freilassung der 8 türkischen Soldaten ein Zeichen dafür gesetzt habe, dass sie gegen den Krieg und für den Frieden sind.

Auch hier wurden die Slogans „Wir alle sind die PKK, wir alle sind Kurden“ gerufen.

Auch in Strassburg sind Hunderte von Menschen mit dem gleichen Ziel auf den Strassen gewesen und haben sich auf der Solidaritätsplattform der Völker getroffen. Auch hier wurden für die Freiheit von Öcalan demonstriert.

In Vilebel, ein Stadtteil von Paris wurde den Demonstranten keine Erlaubnis für die Kundgebung erteilt. Weil aber die Demonstranten auf die Demonstration beharrt haben, ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Polizisten, mit den Rassisten und den Kundgebungsteilnehmenden gekommen.

In Montpellier haben sich auch Hunderte von Kurden zu einer Demonstration und drauffolgenden Meeting getroffen. Die Teilnehmer haben am Comedi Platz, dem grössten und belebtesten Platz der Stadt, eine Pressemitteilung auf türkisch und auf französisch verlesen.
Die lokalen und internationalen Medien hatten grosses Interesse gegenüber dieser Demonstration gezeigt.

Wien – Österreich

Auch in Wien haben Demonstranten gegen die Angriffe gegen Süd-Kurdistan und die Vernichtungspolitik des türkischen Staates protestiert.
Mehr als 2.000 demonstrierten und riefen „Wien grüsst Öcalan“, „Nein zum Krieg, Frieden für Kurdistan“.
Die österreichischen Medien haben grosses Interesse und Beteiligung gezeigt.
An dieser Demonstration waren Kurden und Kurdinnen aus allen vier Teilen der Heimat beteiligt.
Die Demonstration wurde nachdem man zur türkischen Botschaft gelaufen ist, dort mit einer Rede beendet. Auch hier wurde gerufen „Es lebe Öcalan, es lebe Kurdistan“. Die österreichische Polizei hat 50 Meter vor der Botschaft eine Barrikade gegründet, damit es nicht zu Auseinandersetzungen kommen sollte.

Stockholm / Göteborg – Schweden

Auch in Schweden sagte man Êdî Bese und setzte sich für die Kampagne ein. Es wurde ein Käfig, durch die Demonstration getragen, die die Situation von Öcalan symbolisieren sollte.
Auch wurde bei der Demonstration gegen einen Angriff gegen die HPG Guerillas protestiert.

In Göteborg wurde ein Meeting vom Frauenverein organisiert. Die Frauen, die sich mit nationalen Trachten an der Demonstration beteiligten riefen: „Wir wollen keinen Krieg mehr“, „Mütter sollen nicht mehr weinen“.

Oslo – Norwegen

Das kurdische Kulturverein in Oslo hatte eine Demonstration organisiert, an die sich die Kurden und Kurdinnen der Stadt beteiligt haben. An der Demonstration wurden norwegisch verfasste Flyer verteilt und man rief „Freiheit für Kurdistan“ und „Türkisches Militär, verschwinde aus Kurdistan“.

Venedig – Italien

Die Presse und Anwesenden fanden hier besonders die Aufmerksamkeit erregend, dass eine Vielzahl von Italienern sich an der Demonstration beteiligt hatten. Rodi Xebat, Mitglied der Leitung des kurdischen Kulturvereines Venedig forderte, dass der Druck auf Öcalan unterlassen werden muss. Weiter sagte Xebat, dass für die Lösung der kurdischen Frage Öcalan der Gesprächspartner sei und forderte auch, dass das türkische Militär ihren Operationen ein Ende setzen muss.

Die „Êdî Bese“-Kundgebung in Yüksekova ist leider nicht so friedlich wie in Pforzheim verlaufen. Wieder einmal wurden die Menschen durch die Einsätze von Gasgranaten, Wasserwerfern und Schusswaffen durch die Polizei angegriffen. Vor Inhaftierung Dutzender von Demonstranten kam es zwischen der Polizei und den ca. 200 Demonstranten zu heftigen und gewalttätigen Auseinandersetzungen.

golan – qirayis.de

Publiziert am: Donnerstag, 20. März 2008 (7720 mal gelesen)
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