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Türkei: Kurden bedauern Mitschuld an Armenier-Genozid

Erstmals wurde jetzt von kurdischer Seite Mitschuld am Genozid an den kleinasiatischen Christen eingeräumt. Der Vorsitzende der kurdischen Partei DTP, Ahmed Türk, sagte in einem Interview wörtlich: „Wir sind zutiefst beschämt, wenn wir im Hinblick auf die Ereignisse ab 1914/15 auf unsere armenischen und syrianischen Brüder schauen“. Auch Kurden hätten damals dazu beigetragen, dass der „religiös-kulturelle Reichtum Kleinasiens verloren ging“. - Armenien, mehrere westliche Staaten und ein Großteil der internationalen Forschung gehen davon aus, dass die osmanischen Armenier 1915 Opfer eines Völkermordes wurden und dass damals bis zu 1,5 Millionen Menschen starben. Die Kurden spielten bei den vom „Komitee für Einheit und Fortschritt“ in Konstantinopel angeordneten Verfolgungsmaßnahmen eine zwiespältige Rolle. Es gab sowohl Großgrundbesitzer, die sich mit ihren Milizen beteiligten als auch viele Persönlichkeiten, die versuchten, die armenischen und syrianischen Mitbürger zu schützen. Die Türkei weist den Völkermordsvorwurf zurück, setzt die Zahl der Opfer weit niedriger an und argumentiert, die Armenier seien im Zuge einer Umsiedlungsaktion unter Kriegsbedingungen ums Leben gekommen. Erst vor wenigen Wochen hatte die Regierung in Ankara der Justiz erlaubt, einen Autor vor Gericht zu stellen, der von einem Völkermord an den Armeniern gesprochen hatte.
(kap/afp 02.01.2009 bp)

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