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Türkische Polizei nimmt 50 Kurden fest

aus de.reuters,com

Diyarbakir (Reuters) - In einem Schlag gegen die letzte legale kurdische Partei im Land hat die türkische Polizei am Dienstag rund 50 Politiker und Aktivisten festgenommen.

Bei den Inhaftierten handelte es sich zumeist um Mitglieder der kurdischen DTP, der Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen werden. Die DTP weist die Vorwürfe, die derzeit gerichtlich geklärt werden, zurück. Sollte das Gericht jedoch nicht im Sínne der DTP entscheiden, könnte die Partei vom Verfassungsgericht verboten werden.

Die Polizei unternahm nach Angaben aus Sicherheitskreisen 27 Razzien in neun Städten. Unter den Festgenommenen seien der stellvertretende DTP-Vorsitzende und der stellvertretende Bürgermeister von Tunceli. Ihnen werde Unterstützung der PKK zur Last gelegt.

Die PKK kämpft seit einem Viertel Jahrhundert für einen autonomen kurdischen Staat im Südosten der Türkei. Dabei wurden rund 40.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Kurden.

Die Europäische Union, deren Mitgliedschaft die Türkei anstrebt, kritisiert den Prozess gegen die DTP. Sie hat die türkische Regierung aufgefordert, die Rechte der rund 15 Millionen im Land lebenden Kurden zu stärken.

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