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Politik: Apocu
Geschrieben am Montag, 08. Dezember 2008 von Baran Ruciyar

Politik in Kurdistan

Apocu oder Apocî (pl. tr.: Apocular ku.: Apociyan. dt. Apoismus) ist die Bezeichnung für die AnhängeInnen der Ideen A. Öcalans. Der Begriff setzt sich aus drei Silben zusammen: Ap = ku.: Onkel, -o Vokativmorphem und das angehängte türkische Suffixe ci (entspricht hier dem lateinischen -ismus) für Anhänger. Die Benennung wird manchmal auch korrespondierend mit PKKci (PKKler) verwendet.



Der Begriff geht auf eine Gruppierung kurdischer Studenten an der Universität von Ankara zurück, die sich Mitte der 70iger um A. Öcalan versammelten. Die Gruppenmitglieder, die als Apocu, in Anlehnung an dem Spitznamen Öcalans „Apo“, bekannt waren, sollten später die Gründungskader der Arbeiter Partei Kurdistans bilden. Auch nach dem Übergehen der Gruppe in die PKK bleib dieser recht volkstümliche Name bei der PKK bestehen, romantisch konzipiert und auf die jugendlichen AnhängerInnen der PKK, die in Komelên Ciwan organisiert sind, übertragen. Die sogenannten Apocu der Gegenwart sehen in Öcalan nicht nur einen charismatischen Führen sondern die Verkörperung des Freiheitkampfes (Önderlik) und werden von oppositionellen Kräften für den „Personenkult um Öcalan“ kritisiert. Primär geht es allerdings darum, welche Rolle Öcalan in der kurdischen Politik spielen sollte. Die letzteren schlagen eine totale Isolation Öcalans vor, während die Apocular an Öcalan und seiner Führungskompetenz insistieren.

Quellen


 


Apocu

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