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Diaspora: Die kurdische Gemeinde in Australien
Geschrieben am Sonntag, 28. April 2013 von rinret

Diaspora

Laut einer Liste von Joshua Project leben im fernen Australien mindestens 16.000 Kurden. Die ersten Kurden kamen Ende der 60iger bis Anfang der 70iger Jahre aus der Türkei nach Australien.

1979 wurde dann der erste kurdische Verein in Sydney gegründet, der 30 Mitglieder bei seiner Gründung verzeichnen konnte, die vor allem aus der Türkei, aber auch aus dem Libanon und Syrien kamen. Durch ein staatliches Programm von Familienzusammenführung wuchs die kurdische Gemeinde in Australien dann Jahr um Jahr. Ebenso kamen kurdischen Studenten, um an den australischen Universitäten zu studieren.

In den späten 80igern, vor allem durch den Golfkrieg, stieg die Zahl der Kurden aus dem Irak und dem Iran dann steil an und auch diese Kriegsflüchtlingen fielen unter das Familien-zusammenführungsprogramm der australischen Regierung.

Heute leben in Australien Kurden aus gesamt Kurdistan, hinzu kommen außerdem Kurden aus Georgien, Armenien und dem Libanon. Genauer statistische Untersuchungen über das Herkunftsland gibt es nicht, es wurden lediglich Daten bezüglich der Sprache erhoben. Ihr Hauptsiedlungsgebiet heute ist das Gebiet in und um Melbourne und Sydney. Laut Chahin Baker unterscheiden sich die Kurden in Australien nicht sehr von den Kurden in Europa. Auch sie unterliegen den alltäglichen Problemen der Integration. Jedoch sind viele der dort lebenden Kurden ihrer Sprache nicht mehr mächtig.

Besonders die Kinder lernen ihre Sprache von den Eltern kaum noch, da hier auch Voraussetzungen, wie Kursangebote oder Bücher fehlen. Ebenso sucht man kurdische Zeitungen in Australien vergebens. Allerdings ist es jeden Samstag von 22 bis 23 Uhr möglich ein kurdisches Radioprogramm zu hören, den man in der Umgebung von Sydney und Melbourne empfangen kann.

Die wirtschaftlich bestintegrierten Kurden in Australien sind die, die in den 70iger Jahren ankamen, aber auch wie der Rest von ihnen hat auch diese Gruppe psychologische Probleme. Ein Grund hierfür liegt auch in der Zeit vor der Auswanderung, wo viele durch den Golfkrieg in Flüchtlingslagern lebten. Ihre Hoffnung bei der Ankunft in Australien war sehr hoch, doch sie wurden bald mit der Wirklichkeit konfrontiert und wurden enttäuscht. Ebenso birgt der westlich australische Lebensstill Probleme innerhalb der Familie.Auch die kurdische Politik und die fehlende kurdische Einheit in Kurdistan spiegeln sich auch bei den Kurden in Australien wider. Auch dort haben sie viele verschieden Vereine und Frauenorganisationen gegründet.


Quelle: Baker, Chalin: Kurds in Australia, URL:
www.kurd.org (letzter Besuch: 21.08.08).

Die kurdische Gemeinde in Australien

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