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Diaspora: Elegez
Geschrieben am Mittwoch, 28. Dezember 2011 von Baran Ruciyar

Geographie

Elegez (benannt nach dem Berg Aragaz, Armenisch: Alagyaz, früher Mets Dschamschlu) ist ein ezidisches Dorf im gleichnamigen Distrikt Elegez (Aragaz), Provinz Aragazotn, in Armenien.



Die ezidischen Kurden, die während des Armenozids genauso verfolgt wurden, flüchteten aus den heutigen Provinzen Qers (Kars), Dilok (Antep) und Îdir (Igdir) der Türkei nach Armenien, wo sich ein Teil von ihnen im heutigen Distrikt Aragaz, in der Nähe des Aragaz Berges, niederließ. Die Region war davor schon teilweise von Kurden bewohnt. Um Elegez herum gibt es noch weitere 11 kurdische Dörfer, die alle zusammen etwa 6000 Einwohner haben1. Das Dorf Elegez, das in den späten 1980ern 2500 Einwohner zählte, hat heute lediglich 469 Einwohner. Der Grund für diesen dramatischen Rückgang der Einwohnerzahl sei die hohe Arbeitslosigkeit. Auf der Suche nach Arbeit sind viele Dorfbewohner nach Russland oder Europa emigriert2, die Geblieben leben hauptsächlich von Viehzucht und Landwirtschaft.

In der Sowjet-Ära galt Elegez als das kulturelle Zentrum der kurdisch-ezidischen Gemeinde in Armenien. Die Zeitung „Riya Teze“ wurde erstmals hier herausgegeben, es gab ein Theater, wo die Theateradaption des nationalen Epos der Kurden „Mem û Zîn“ aufgeführt wurde, und sogar ein bescheidenes Museum über die Geschichte und Kultur der Eziden in Armenien3 4.


1Mehmet Ali Izmir: Günes dogmadan dünya da aydinlanmaz Elegez'de (12.12.2011)

2Blog – Yezidis in Armenia (23.12.2011). Zensus 2001 in Armenien (24.12.2011)

3Hasmik Hovhannisyan: Kurds in Armenia (23.12.2011)

4Bericht über unsere Reise nach Armenien von Emin Akbas und Mahmut Aydin (23.12.2011)


Elegez

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