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Geographie/Demographie: Garrûs (Gerus)
Geschrieben am Mittwoch, 15. Oktober 2008 von Baran Ruciyar

Geographie

Garrûs oder Gerus, ein Gebiet in Ostkurdistan. Garrûs ist in einem malerischen vom felsigen Kalkbergen umgebenen Gebiet in Westpersien, ca. 1900m über dem Meerspiegel. Es grenzt im Norden an das Mukrî-Gebiet, im Westen an das ehemalige Erdelan und im Süden an May (siehe Karte von Izady).

garrus.jpg

Früher wurde das Gebiet unter den Zand und Kadjaren von den so genannten "Amîr-î Garrûs" ("der Fürst von Garrûs"), die von der persischen Zentralmacht ernannt wurden, verwaltet. Heute ist es in zwei Landkreise aufgeteilt, es enthält die beiden östlichen Landkreisen, Bîcar und Qorwe, der Provinz Kôrdêstân.

Garrûs ist der östlichste Vorposten Kurdistans, wo die verschiedenen ethnischen Elementen  miteinander in Berührung kommen. Gegenwärtig stellen Kurden die Bevölkerungsmehrheit, andere Ethnien in Garrûs sind Aserbaidschaner, die das nordöstliche Gebiet von Bîcar (Bijar) bevölkern und eine winzige Minderheit der Perser, die in Garrûs angesiedelt wurden.

 

Die Kurden in Garrûs sind Anhänger der schiitischen und yarsanistischen Religion. Ein wichtiger Teil der Kurden in Garrûs, Schiiten und Yarsans, wurde von den Kadjar-Shah´s nach Mazandaran deportiert (vgl. Xacevend). Sie sprechen einen Dialekt, der nach der Region benannt ist, nämlich Garrûsî, ein Mischdialekt aus dem Lekî und Kelhûrî der Kurden.  

 


Quellen: A. Amanat: Amîre Nezam, in der Iranica. Christensen, Arthur (Hrsg.) 1972: Iranische Dialektaufzeichnungen aus dem Nachlass vpn F.C. Andreas. IN: Abhandlungen der Gesellschaft der Wissenschaften u Göttingen, Philologisch- Historische Klasse, 3. Folge, Nr..11


Garrûs (Gerus)

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