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Politik: Kurdayetî
Geschrieben am Sonntag, 25. Dezember 2011 von Baran Ruciyar

Politik in Kurdistan

Der Begriff Kurdayetî (dt. Kurdismus, kurdischer Nationalismus. Von Soranî: eigentlich „Kurdizität“, „Kurdischsein“ oder „zu den Kurden gehörend“) wurde in den 1930er Jahren von den späteren Mitgliedern/Begründer der PDK geprägt.



Er markiert - im engeren Sinne - die Frühphase der Entstehung des kurdischen Nationalbewusstseins, das von der kurdisch-osmanischen Aristokratie initiiert wurde. Daraus ging eine patriotische Bewegung um die Bedirxans anfangs 1920er Jahre hervor, die in diesem Rahmen eine romantisch-nationalistische Ideologie entwickelte. Diese sollte später die Grundzüge der Kurdayetî, d.h. des Kurdismus' bilden.

Der Begriff gewann in den 1930er Jahren an Brisanz und war Gegenstand des politischen Diskurses in Irakisch- und Iranisch-Kurdistan, und kulminierte in die Proklamation der Republik Mahabad.

Mit der Spaltung der DKP in Irakisch-Kurdistan tauchte der Begriff erneut auf. Die YNK und PDK warfen sich gegenseitig „Verrat an Kurdayetî“ vor. Der Konflikt zwischen beide Parteien, in dem es nicht nur um Verrat ging, sollte in „birakujî“ enden.

Der Begriff wird auch ohne seine ideologische Konnotation bei den Kurden, im Sinne von „Kurdischsein“, gebraucht.


Kurdayetî

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