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Geographie/Demographie: Mirgawer
Geschrieben am Samstag, 27. September 2008 von Baran Ruciyar

Geographie

Mirgewer oder Mergaver, ein Stammesgebiet im Länderdreieck Irak, Iran und Türkei, südwestlich von Ûrmîye.

Der kurdischen Chronik Şerefname nach herrschten in Mirgawer die Fürsten des Biradost-Stammes als Vasallen der Safaviden. Nach dem Untergang des Biradost-Fürstenhauses wurde das Gebiet zunehmend zur Kriegszone zwischen Kurden und der persischen Zentralregierung. Mit Hilfe der von der damaligen Sowjetunion gegründeten Republik von Mahabad wurde das Gebiet Mirgawer hier miteingeschlossen. Nach deren Zerfall diente Mirgawer den Aktivisten der Mahabad Republik um Mistefa Berzanî eine zeitlang als Rückzugsgebiet.

Das Gebiet wird majoritär von den kurdischen Biradost- und Zerza-Stämmen bevölkert. Daneben leben hier auch christliche Armenier und Assyrer, die zu Beginn des 20. Jh. mehrfach zu Opfern fanatischer Attacken seitens Simko’s und der Sheikh von Şemzînan wurden. Ein signifikanter Teil der Bevölkerung ist gegenwärtig von der Agrarwirtschaft als einzigste Erwerbsquelle in diesem Gebiet abhängig, daneben verdienen einige auch als Grenzschmuggler ihren Unterhalt.


Quellen: H. H. Austin: The Baqubah Refugee Camp, Gorgias Press LLC, 2006. Dr. Jawad Mella: Kurdistan and The Kurds A Divided Homeland and a Nation without State, London 2005. V. Minorsky & C.E. Bosworth: Urmiya, in: EI2.

Mirgawer

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