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Geographie/Demographie: Nizam al-Mulk
Geschrieben am Samstag, 05. Dezember 2009 von rinret

Allgemeine Geschichte

Xoja Nizam al-Mulk Tus (auch Nizam al-Mulk Abu Ali al-Hasan ibn Ali ibn Ishaq at-Tusi) war  ein berühmter Wesir unter den Seldschuken in der Zeit von Alp Arslan und Malik Shah, der vor allem durch die Erwähnungen in den Niederschriften über  Hasan-i Sabah, dem Oberhaupt der Assassinen, auch im europäischem Sprachraum bekannt ist. 



Geboren wurde Nizam al Mulk am 10. April 1018 in Radkan bei Tus (Khorasan) geboren. Sein Vater war Finanzbeamter angestellt bei den Ghaznawiden, einer muslimischen Dynastie von türkischen Militärskalven. Als 1040 die Seldschuken Khorasan eroberten, floh der Vater mit seiner Familie nach Ghazna, wo Nizam wahrscheinlich ebenfalls in den Staatsdienst eintrat. Drei Jahre später trat er in den Staatsdienst der Seldschuken ein, und wurde 20 Jahre später, 1063, zum Großwesir unter Alp Arslan berufen.

Während der politischen Amtszeit Nizam al-Mulk erreichte das Seldschuken-Reich eine wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Blüte.  Er gründete  eine große Anzahl an Medersen in Isfahan, Nischpur, Hera, Basra und die berühmteste in Bagdad. Die Schulenwurden in Anlehnung seines Namens Nizamiya genannt. An ihnen unterrichteten viele bekannte und große Gelehrte jener Zeit. Auch das Verwaltungs- und Staatswesen wurde in seiner Amtszeit vollkommen erneuert. Seine Ideen schrieb er in seinem Werk  „Das Buch der Staatskunst“ (Siyasat-name) nieder. „Siyasat name“ ist die berühmteste Niederschrift Nizam al Mulk’s. Das Buch, geschrieben in persischer Sprache, umfasst 50 Kapitel und behandelt Politik und Religion sowie einen Ratgeber für Prinzen. Oftmals wird sein Verfasser als orientalischer Maciavelli bezeichnet. Heute befindet sich noch eine Abschrift dieses Werkes in der Nationalbibliothek von Täbris, Iran.

Am 14.10.1092 fiel Nizam al-Mulk einem Assassinen der Ismailiten zum Opfer. 


 Quellen: Schabinger von Schowingen, K.E.: Nizāmulmulk: Siyasatnama : Gedanken und Geschichten. München, 1960; http://www.muslimphilosophy.com/ei2/nizam.htm(letzter Besuch am 05.12.2009)


Nizam al-Mulk

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