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Kultur: Sayder
Geschrieben am Donnerstag, 26. September 2013 von Baran Ruciyar

Kultur

Sey Can oder Sayder (eigentlich Şah Hayder) war ein kurdischer Dengbêj aus Dêrsim.



Sey Can wurde in (wahrscheinlich um 1885, sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt) einem kleinen Dorf namens Goma Seydû, das im heutigen Nahiye Pirdo Sûr (Kirmiziköprü) bei Pilemorîye liegt, geboren. Seine Familie wurde Çê Avasî Meşî genannt und war aus dem Stamm Gursî (Qureyşan), dessen Angehörige als Seyîd (Nachfahren des Propheten) gelten. Später wanderte seine Familie nach Ciwarik, das heute im Landkreis Qişle liegt. Hier soll er von Sey Qajî, dessen Nichte er später geheiratet haben soll, das Sazspielen gelernt haben. Zwischen ihm und Sey Qajî soll eine Meister-Lehrling-Beziehung geherrscht haben. 

Hüseyin Akar nennt ihn den „Liebeslyriker“ Dêrsims. Sey Can ist sein Pseudonym in Liebesliedern. Die Leitthemen seiner Dichtung sind die Liebe zu seiner Jungendliebe und die hüpfende, flüchtende Gazelle, die Frau.

In den jungen Jahren soll er nach Istanbul gegangen sein um Geld zu verdienen. Zu seiner Geliebte soll er gesagt haben:

Ich werde gehen, Geld verdienen, mir einen Verteidiger nehmen,

Im Namen des Herzens werde ich, die Liebe dir gegenüber verteidigen.


Wie es aus einem Gedicht Sey Qajîs zu entnehmen ist, hat Sey Can an dem ersten WK teilgenommen und ist tödlich verwundet zurückgekehrt. 1916 ist er im Alter von ca. 30 Jahren gestorben.

Einige seiner Lieder wurden von Sait Baksi, einem kurdischen Sänger, kompiliert und neu interpretiert.


 


Quellen: Akar, Hüseyin: Dersim’den Portreler, Kalan 1999. 

 


Sayder

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