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Allgemeine Geschichte: Topkanlû
Geschrieben am Dienstag, 03. Februar 2009 von Baran Ruciyar

Herrschaftsstrukturen

Topkanlû oder Tupkanlû ist einer der großen Kurdenstämme mit der drittgrößten Mitgliederzahl in der iranischen Provinz Nordkhorasan.

Die Siedlungen der Topkanlû befinden sich in Wuchan, Shirvan, Esfarayen, Mashad und der nördlichen Region von Neyshabur. Die sprachliche Assimilation in Richtung Persisch und Turkmenisch ist bei den Topkanlû fortgeschritten, so sind die meisten Topkanlû bi- oder multilingual. Neben dem kurdischen Kurmancî wachsen sie mit Kenntnissen in Persisch und Khorasan-Turkmenisch auf.

Die Topkanlû gehören zu jenen Stämmen, die heute noch ein semi-nomadisches Leben pflegen. Papoli-Yazdi zählte 1979 insgesamt 83 Lager der Topkalû, somit waren sie der größte noch nomadisch gebliebene Stamm, in Khorasan. Einige unter ihnen wandern heute noch zwischen Sommerlager (Akhlamad, Kuh-Klidar, südöstlich von Quçan) und Winterlager (Sarakhs und Mozduran).

Die Topkanlû bilden einen Stammesverband, der wiederum der großen Zafranlû (Çemîşgezek)-Konföderation angehört. Die Clans des Stammes sind: Karikanlo, Kalmishi, Farhad-xani, Gûranî, Latifi, Torabi, Şir-ghazi, Agha-mohamad-xani, Samkani, Zeynali, und Samimi. Ein Zweig der Topkanlû lebt in der Provinz Südkhorasan zwischen Kashmar und den Bakran Bergen südlich von Birjand (Izady; s. 78).


Quellen: Izady, M.R.: The Kurds, Washington 1992. Muammad usayn Pāpulī Yazdī: Le nomadisme dans le nord du Khorassan, Iran, (Téhéran) Institut Français de Recherche e – 1991. Kordî, die Kurden Chorasans, in: Torba 1/1999. Dr. Afrasiab Shekofteh: The Kurds in Khorasan, North-east of Iran, abgerufen am 12.01.09. Roşeng, B.: Kurd li Xoresanê, in: Nûbûn 71, 2005.

Topkanlû

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