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Verzug beim Ilisu-Projekt

Eine Expertengruppe, die den Bau des Ilisu-Staudammes unter die Lupe nahm, hat dem Projekt ein vernichtendes Urteil ausgestellt. Das Ergebnis besagt, dass der Staudammbau internationalen Standards widerspreche und sogar schlechter sei, als chinesische Staudämme, so verschiedene Umweltorganisationen.

Bis Mai 2007 hat die Türkei von 35 Auflagen lediglich 5 erfüllt (laut Wiener Zeitung liegen 150 Bedingungen vor), so die Experten weiter. Aus diesem Grund müsse der Bau um Jahre hinausgeschoben werden.

So habe die Türkei auch versäumt vorzulegen, wie viele Menschen vom Bau des Staudammes betroffen seien, denn die Organisation schätz die Höhe der Betroffenen (65.000) viel höher ein als ursprünglich angegeben (55.000).

"Nach dem Bericht muss auch dem letzten klar sein, dass Ilisu ein katastrophales Projekt ist und keine Chance hat, internationale Standards zu erreichen. Österreich muss umgehend von der Ausstiegsklausel im Vertrag Gebrauch machen und aus dem Projekt aussteigen", fordert Ulrich Eichelmann von ECA-Watch und Leiter der Kampagne.

Auch die Bundesregierung muss nun überlegen, ob sie das türkische Projekt trotz Nichteinhaltung weiter unterstützt oder besser aussteigt.

Quelle: Der Standard, ND 19.3.2008

Publiziert am: Donnerstag, 20. März 2008 (4650 mal gelesen)
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